Archiv für August 2015

Der „Leipziger Friedenspreis“: Drei Jahre und ein einziges Trauerspiel

Seit acht Jahren wird der „Leipziger Friedenspreis“ verliehen und unsere Hochachtung gilt allen Preisträger_innen für ihr herausragendes friedenspolitisches Engagement. Ihnen allen steht unserer Meinung nach jeder seriöse Friedenspreis zu, doch seit drei Jahren bröckelt das Image des von der Initiative „Leipzig gegen Krieg“ verliehenen Preises immer mehr.

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Warum keine Zusammenarbeit mit „Leipzig gegen Krieg“?

Die Vorgänge um die Vorbereitung der Veranstaltungen zum 1. September, dem Weltfriedenstag auf dem Nikolaikirchhof verdeutlichen nochmals, warum eine Zusammenarbeit mit dem Bündnis „Leipzig gegen Krieg“ nicht möglich ist.

Bereits seit letztem Frühjahr wird laute Kritik an der Kooperation etablierter Friedensaktivist_innen mit der neurechten und verschwörungsideologischen „Mahnwachenbewegung“ geäußert.
Im letzten Jahr fand die Verleihung des Friedenspreises in enger Zusammenarbeit mit der rechtsoffenen „Montagsmahnwache“ auf dem Augustusplatz statt. Torsten Schleip, Sprecher von „Leipzig gegen Krieg“ sagte dort, es sei an der Zeit, „die alte mit der neuen Friedensbewegung zu vereinen.“ Wesentliche Akteure von „Leipzig gegen Krieg“ (LGK) sehen in der Zusammenarbeit mit rechtsradikalen, antisemitischen und verschwörungsideologischen Kräften bis heute offenbar keinerlei Problem. Weder hat eine kritische Aufarbeitung der Unterstützung der rechtsoffenen „Mahnwachenbewegung“ oder des Querfrontprojektes „Friedenswinter“, noch gar eine glaubhafte Abgrenzung stattgefunden.

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Wer kann sich distanzieren?

„Wessen Frieden ist der Frieden? Ein Jahr nach den Montagsmahnwachen“ Teil 2

Das vom Stadtverband der Linkspartei Leipzig-Süd veranstaltete Podiumsgespräch unter dem Titel „Wessen Frieden ist der Frieden? Ein Jahr nach den Montagsmahnwachen“ vom 17.06.2015 sollte zur Klärung strittiger Fragen in der Auseinandersetzung um die Beteiligung einiger Vertreter_innen der klassischen Friedensbewegung an der neurechten und verschwörungsideologischen „Mahnwachenbewegung“ beitragen.1 Hier wurde bereits von Kritischer Frieden Leipzig über die Diskussionsatmospähre der Veranstaltung berichtet.2

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Unser Redebeitrag für das antifaschistische Straßenfest in Freital am 31.07.2015

Als erstes ein riesiges Danke an die Organisation für Weltoffenheit und Toleranz Freital für die kurzfristige tolle Organisationsleistung und an Refugees Welcome und Leipzig nimmt Platz, die die Busreise von Leipzig aus organisiert haben und vor allem an jeden Einzelnen von Euch, Danke, dass ihr Euch so unermüdlich gegen Menschenfeindlichkeit und Gewalt stellt!

Und das ist leider dringend nötig, denn überall in Sachsen finden rechtsterroristische Anschläge statt. Ja, um was sonst soll es sich denn handeln als um Terror, wenn gezielt und strategisch immer wieder Beleidigungen und Drohungen geäußert werden, denen gewalttätige Übergriffe, Schüsse, Brand- und sogar Sprengstoffanschläge folgen? Das ist ein unhaltbarer Zustand! Geflüchtete, die hier her kommen, in eines der reichsten Länder, in dem Frieden herrscht, um Schutz zu suchen, können sich nicht einmal sicher fühlen. Das ist nicht nur peinlich, das ist ein komplettes Versagen von Deutschland gegenüber der Welt. Die Zuständigen überlassen es hier der Zivilbevölkerung Menschenrechte und Grundgesetz zu verteidigen, anstatt endlich ihren Job zu machen!

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