Archiv der Kategorie 'Kritischer Einwurf'

100 Tage KFL

Immer wieder wird gegen „Kritischer Frieden Leipzig“ die rhetorische Frage vorgebracht: „Warum wird die Kritik erst nach fast einem Jahr und nach Abstellung der Kritikpunkte laut?“, so beispielsweise in einem Artikel des „Friedenszentrums Leipzig“ in der Juni-Ausgabe der „Links! Politik und Kultur für Sachsen, Europa und die Welt“1.

Ungeachtet der Tatsache, dass von Beginn der Montagsmahnwachen an, Kritik von späteren Gründungsmitgliedern des KFL deutlich gäußert worden ist, bestätigt diese Kritik auch der Beschluss des Partivorstandes der Linkspartei vom Mai 2014, der in derselben Ausgabe der Zeitschrift nochmals dokumentiert ist. Dies zeigt, dass die kritische Auseinandersetzung mit den, von Neurechten und Querfrontler_innen durchsetzten, „Mahnwachen“ seit Beginn der Bewegung nicht nur von außen angetragen wurde, sondern auch innerhalb der Linken selbst geführt wird. Im redaktionellen Teil wird erwähnt, dass sich neben dem Aktionsnetzwerk „Leipzig nimmt Platz“ auch Beate Klarsfeld der Stellungnahme der Couragepreisträger_innen angeschlossen hat und Rico Gebhardt, der Landesvorsitzende der Linkspartei Sachsen, seine Vermittlung in der Auseinandersetzung angeboten habe.

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Bundeswehr – kann abgeschafft werden

Seit 60 Jahren ist die Bundeswehr etabliert und resultiert dabei aus dem Nationalstaatendenken. Die Europäische Union macht aber mittlerweile eine Verteidigungshaltung der einzelnen Staaten unsinnig. Zum Beispiel Deutschland hat, außer der Schweiz, nur angrenzende Mitgliedsstaaten und daher kaum einen Angriff auf die Landesgrenze von Nicht-EU-Staaten zu erwarten. Damit hat die Nationalarmee Bundeswehr ausgedient und kann abgeschafft werden.

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Jürgen Kasek: Über den Umgang mit Kritik

In Leipzig gibt es inzwischen einen Diskurs darüber, wie man mit den Montagsmahnwachen und der „neuen Friedensbewegung“ umgehen will. Eine Auseinandersetzung, deren Notwendigkeit einer der Ausgangspunkte war, die zur Gründung des KFL führten.

Gerade die Notwendigkeit dieser Diskussion wird aber von Teilen der Friedensbewegung in Leipzig nach wie vor negiert. Eine Gesprächsbereitschaft besteht in weiten Teilen nicht. So wird über den Attac Verteiler die Aufforderung geschickt, nach einer Veranstaltung mit Reiner Braun, an der auch Frank Geppert (PEGADA, Endgame, inzwischen LEGIDA) unkritisiert teilnahm, die eingebrachte Kritik zu ignorieren. Mit Reiner Braun wird ein kontroverser Diskutant eingeladen, Diskussionen sind aber nicht erwünscht und werden als Störung ausgegrenzt.

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Kritik an der Einladung von Reiner Braun

Wir, die Initiatoren von „Kritischer Frieden Leipzig“ kritisieren die Einladung von Reiner Braun zur „Mittwochsattacke“, einer Veranstaltung der Leipziger Attac-Gruppe am 27.05.2015. Er referiert zum Thema „Die Neuen auf Straßen und Plätzen: Von Montagsdemos, Mahnwachen, ….egidas und manch anderen Akteuren“ und soll damit den „Versuch einer Analyse und Einordnung“ starten. Im Ankündigungstext zum Abend schreiben die Veranstalter, sie stünden „ziemlich ratlos“ neben dem Phänomen. Reiner Braun als Referenten einzuladen, spricht dabei Bände.

Anstatt den immer wiederkehrenden Antisemitismus der beiden Berliner Initiatoren der „Mahnwachen“ zu kritisieren, verteidigte Braun Lars Märholz in einer Analyseschrift vom Januar als „Lernenden“ und Jebsen als „scharfzüngigen Kritiker israelischer Politik“. Noch am 03.05.2015 im Videointerview mit Ken Jebsen davon sprach, dass es keine „alte“ und „neue“ Friedensbewegung mehr gäbe lässt vermuten, dass die „Mittwochsattacke“ auf eine reine Apologetik des „Friedenswinters“ hinauslaufen wird.

Wir vom „KFL“ würden uns freuen, wenn ATTAC Referent_innen einladen würde, die auch eine selbstreflektiert kritische Aufarbeitung des Themas erwarten lassen.

Leipzig, 26.05.2015

Odessa 2.Mai, Gedenken in Leipzig

Am 02.Mai 2014 kam es im ukrainischen Odessa zu Auseinandersetzungen zwischen proukrainischen und prorussischen Kräften in Folge dessen wurden 6 Menschen getötet und während eines Feuers im Gewerkschaftshaus weitere 42.

Wir verurteilen diese Gewalt deutlich und die Versuche die Toten zu instrumentalisieren.

Auch in Leipzig fand anlässlich des 2. Mai eine Gedenkveranstaltung statt, die einseitig die Position Russlands übernahm. Es wird nicht etwa den Toten und der Gewalt gedacht sondern die toten werden zu Opfern einer faschistischen Junta umgedeutet. Im Mittelpunkt des Gedenkens hinter dem die Gruppe „Leipzig gegen den Krieg“ steht und mutmaßlich Alexej Danckwart, Admin der Seite Antimaidan-Deutsch, geht es um das „Massaker“ im Gewerkschaftshaus. Die eingenommene Position ist dabei jene der Befürworter der russischen Aggression, die von Anfang an alle Maidan-Proteste als „faschistischen Putsch“ zu deskreditieren suchten.

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