Spendenaufruf: Kritische Friedensarbeit

Gesellschaftspolititsches Engagement ist vieles, nicht nur das kritische Kommentieren aktueller Vorgänge. Vielmehr gehört dazu auch Lobbyarbeit: Zum Beispiel durch Aufsuchen und Vernetzen mit Institutionen und Personen des öffentlichen Lebens. Wir wollen unsere Positionen in einem demokratischen Diskurs entwickeln und diese Inhalte weiter vermitteln. Dazu gehören unter Anderem Workshopangebote, Diskussionsveranstaltungen und das Schaffen von Öffentlichkeit.

Unsere Basis für kritischer Friedensarbeit stellt einerseits das theoretische Aufklären über die Funktionsweise von Rassismus, insbesondere zur Sensibilisierung der Mehrheitsgesellschaft einerseits dar, wie anderseits die Stärkung von Geflüchtetenselbstorganisation und das Schaffen praktischer Hilfsangebote zur Selbsthilfe. Zur Verwirklichung dieser beiden wesentlichen Pfeiler unseres Selbstverständnis kooperieren wir eng mit dem “Netzwerk gegen Islamfeindlichkeit und Rassismus Leipzig e.V.” und dem “Verein Verantwortung für Flüchtlinge e.V.”.

Um konkretes Engagement vorzubereiten und unserer geplanten Aktivitäten durchführen zu können sind auch finanzielle Ressourcen ein wesentlicher Faktor. Wir bitten daher: Unterstützen Sie den Kritischen Frieden Leipzig mit Ihrer Spende!

Kritischer Frieden Leipzig, 11.10.2015

Das Rezept des völkischen Auflaufs: Untragbares Verhalten von Sicherheitskräften der Polizei

Auch der vergangene Montag, am 5.10.2015, reihte sich nahtlos in die Erlebnisse beim kontinuierlichen Gegenprotest in Leipzig ein, der sich seit über einem halben Jahr gegen den Auflauf der neofaschistischen “Legida” stellt. Dass die Rassist_innen und Neonazis nach wie vor ungehindert „spazieren“ können liegt mitunter an der Ausrichtung des Polizeieinsatzes. In Einzelfällen werden sogar Sympathien unter den Beamt_innen für die neurechte Propaganda zur Schau gestellt.

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Das Motto „Freiheit für Deutschland“ am Tag der Einheit:

Xavier Naidoo, Jürgen Elsässer, Ken Jebsen und die „Legida“-Connection

Ein Jahrestag der besonderen Art: Das mediale Echo für seinen Auftritt am 03.10.2014 vor dem Reichstagsgebäude war groß, als er gemeinsam mit Neonazis, Antisemiten, Verschwörungstheoretikern und den selbst ernannten Reichsbürgern in Berlin unter dem Motto „Sturm auf den Reichstag“ demonstrierte. Er verbreitet dekomplexitären Unsinn, redet von der Unfreiheit des deutschen Volkes und macht sich mit Rechtspopulisten gemein.

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Platznahme und Machtdemonstration: Eindrücke vom Demogeschehen in Leipzig

Wer wissen will, wie Antimuslimischer Rassismus funktioniert, konnte gestern eine eindrückliche Demonstration von Seiten der Polizei erleben. Auf dem Versammlungsgelände von „Leipzig nimmt Platz an der Hainspitze meinte die Einsatzleitung der Polizei das Ordnungsamt darüber informieren zu müssen, dass auf der Kundgebung ein Schild mit einer mutmaßlichen Terrordrohung aufgetaucht sei. Vom Ordnungsamt informiert machte die Versammlungsleitung das entsprechende Schild ausfindig.
Auf dem Schild steht in arabischer Schrift und Sprache nichts anderes als: „Flüchtlinge willkommen!“ Aus dem bloßen Erkennen von arabischer Schrift auf den Verdacht verfassungswidriger, gar terroristischer Aussagen zu schließen, ist eine typisch antimuslimisch-rassistische Reaktion. Inbsesondere deswegen, weil die Polizei explizit darauf hinwies, dass es sich um ein grünes Schild handelte. Die Farbe des Islam plus arabischer Text, das allein reichte der Polizei zu ihrer Besorgnis aus.

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Kritischer Zwischenbericht: Naziaufmärsche in Leipzig

Die ständigen Aufmärsche der rassistischen und demokratiefeindlichen Gruppierung „Legida“ haben seit dieser Woche eine neue Qualität erreicht. Die Bereitschaft der Organisator_innen ihre dreisten Forderungen immer aggressiver und mit juristischen Mitteln gegenüber der Stadt durchzusetzen verschlechtert das gesellschaftliche Klima in Leipzig merklich. Mittlerweile gehen die Neonazis dazu über in erhöhter Schlagzahl die Zivilgesellschaft herauszufordern.

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